06.01.02 bis 09.03.03

 

Sächsische Zeitung (Lokales Riesa ), 18.12.2002
Zeithain

Malerei und Plastik – die „Drei“ stellen aus

Ausstellungseröffnung bei Mannesmann am 20. Dezember


Brigitte Abend


Hinter den „Drei“ stehen Namen für bekannte und erfolgreiche Künstler unserer Region. Zu dritt haben sie sich entschlossen, das Angebot von Wolfgang Arndt anzunehmen und gemeinsam eine Ausstellung zu gestalten. Eröffnen wird sie der Personalchef am Freitag, dem 20. Dezember, 19.30 Uhr im Betriebsrestaurant.


Einer der Drei ist Paul Häusler. Er hatte an der Hochschule für Baukunst und Bildende Künste in Weimar und in Dresden studiert und als einer der ersten Meisterschüler bei Heinrich Ehmsen an der Akademie der Bildenden Künste in Berlin gearbeitet. Ein Studienaufenthalt im Riesaer Stahlwerk führte dazu, dass Paul Häusler im Landkreis ein neues Zuhause fand. Gemeinsam mit Ehefrau Margret engagierte er sich über viele Jahre dafür, dass Kunst an sich den ihr gebührenden Platz bekam. Mit seinen Arbeiten, in denen sich der Künstler nie auf Genre und Thematik festlegte, gestaltete er Ausstellungen in Budapest, Wien, Moskau oder Prag. Auch nach der Wende sind seine Bilder gefragt. Wie zum Beispiel im neuen Altenpflegeheim in Merschwitz, für das Paul Häusler zudem eine Glaswand im Eingangsbereich schuf.

Die Tatsache, dass auch Wolfgang Bochnia sich weder in Themen noch in der Technik Grenzen auferlegt, könnte ein Grund sein, dass seine Bilder nach den gesellschaftlichen Veränderungen noch mehr gefragt sind als vorher. Seine Werke begegnen uns zum Beispiel in Banken, Hotels, Arztpraxen, Autohäusern und Firmen der Landkreise Riesa-Großenhain und Meißen und sogar im Landratsamt Aichach.

Verschiedene reizvolle Kunst-Handschriften

Den künstlerischen Weg des gelernten Werbegestalters prägte Vater Walter Bochnia. Und so stellte Wolfgang Bochnia viele Jahre künstlerische Keramik her. Seine erste Ausstellung mit Malerei präsentierte er bereits als Kind. Er malt nicht die Natur an sich, sondern sein Erleben mit ihr. Urlaubsreisen sind für ihn zugleich Studienaufenthalte. Die Ausstellung bei Mannesmann wird zeigen, wie er seine Auffassung von Kunst in faszinierenden italienischen und spanischen Landschaftsbildern, zweifarbigen Grafiken und moderner Malerei umsetzt.

Zu den Ausstellern gehört auch Peter Georgiev. Seit 1976 freischaffend, hatte er sich in seinem Heimatland Bulgarien als Diplombildhauer einen Namen erarbeitet und Werke in Europa, Amerika und Kanada verkauft. Seit 1991 in Deutschland, entwarf er zum Beispiel den Riesaer Riesen, Logos für Welt- und Deutsche Meisterschaften, die in der Elbestadt stattfanden, und gestaltete die Sonne für den Riesaer Planetenwanderweg. Seine Erfahrungen gab er etliche Jahre an Teilnehmer der Sommerakademie weiter. Die Auswahl der Exponate für die Ausstellung im Betriebsrestaurant bei Mannesmann fiel Peter Georgiev nicht ganz leicht. Denn in seinem Atelier im Gröbaer Schloss hatte das Hochwasser 1,80 Meter hoch gestanden und damit sehr viele Arbeiten vernichtet. Er entschied sich für Metall-Plastiken aus der Reihe „Gravitation“ und Holz-Plastiken, zum Teil durch Acrylfarbe farbenfroh bemalt. Das Reizvolle der Ausstellung sieht Wolfgang Bochnia in den verschiedenen Handschriften der drei Künstler. Und das wird wohl auch das besonders Interessante für die Besucher darstellen.

Zu besichtigen ist die Ausstellung vom 6. Januar bis zum 9. März 2003 in der Zeit von 9 bis 14 Uhr im Betriebsrestaurant der V & M Deutschland GmbH, Werk Zeithain, Glaubitzer Straße 1. Der Eintritt ist frei.




Sächsische Zeitung (Lokales Riesa ), 23.12.2002
Ausstellung



Landschaften, Stillleben und Plastiken
Peter Georgiev, Wolfgang Bochnia und Paul Häusler bei Mannesmann

Brigitte Abend

Unter dem Titel „Drei zu dritt“ eröffnete Personalchef Wolfgang Arndt am Freitagabend erneut eine Ausstellung im Betriebsrestaurant bei Mannesmann in Zeithain. Diese Präsentation ist etwas Besonderes, denn sie vereint die Werke dreier bekannter Künstler unserer Region. Pauls Häusler und Wolfgang Bochnia zeigen beide Werke zum Thema Landschaften. Während der in Diesbar-Seußlitz Lebende in bezaubernden Zeichnungen der Elblandschaft und mit stimmungsvollen Bildern von Häusern die nähere Umgebung darstellt, zeigt Wolfgang Bochnia Impressionen aus südlichen Gefilden. Eine Villa in Sorent, Häuser an der Amalfiküste – die Bilder haben Atmosphäre, bereiten Freude und erwecken vielleicht bei manchem Urlaubserinnerungen. Faszinierend in der Farbgestaltung auch der „Rote Garten“ oder seine Boddenlandschaft. Aber beide Künstler bieten in der Ausstellung noch mehr Betrachtenswertes wie Stillleben und collagierte Kompostionen.

Die Plastiken von Bildhauer Peter Georgiev setzen Akzente und runden die Ausstellung auf beeindruckende Weise ab. Aus Holz oder Metall bestehend, wirken sie einmal durch die naturbelassenen Oberflächen und zum anderen durch die Acryl-Bemalung.

Ob mit den Künstlern fachsimpelnd oder mit anderen Ausstellungsbesuchern im Gespräch, die Balkanfolklore, von Michael Kaden auf dem Akkordeon gespielt, stellte genau die richtige Untermalung dar. Die Ausstellungsbesucher waren sich einig: ein wunderschöner Abend.

Zu besichtigen ist die Ausstellung vom 6. Januar bis zum 9. März 2003 in der Zeit von 9 bis 14 Uhr im Betriebsrestaurant V & M Deutschland GmbH, Werk Zeithain, Glaubitzer Straße 1. Eintritt ist frei.

„Drei mit Drei“. Das ist der Name der neuen Ausstellung von Peter Georgiev ,Paul Häusler und Wolfgang Bochnia (v.l.). Diese drei Riesaer Künstler bestimmten in den letzten Jahren die Riesaer Kunstszene mit.Foto:Edgar Schröter.


Einige Ausstellungsimpressionen finden Sie hier - hier klicken!